Rechte Landrätin Wehlan stellt mich als Arbeitsverweigerer dar

Im Rahmen einer an mich gerichtete Zahlungsaufforderung, durch das Land Brandenburg, stellt mich die rechte Landrätin Kornelia Wehlan nun offen als Arbeitsverweigerer dar. Die frühere SED Mitarbeiterin, die für eine Diktatur tätig war, welche Menschen ermordet hat, bedient sich dabei der in der DDR üblichen Vorurteile der SED gegenüber Kulturschaffenden, die häufig mit dem Vorwurf der Arbeitsverweigerung ins Gefängnis gesteckt wurden.

Obwohl die Landrätin für diese Behauptung, ich verweigere Arbeit, keinerlei Beweise hat, ihr Satz eine unfassbare Verkürzung darstellt, kommt sie auch gegenüber der Landesregierung unter Ministerpräsident Woidke damit durch, da man offenbar auch dort annimmt das Kulturschaffende sich der Arbeit verweigern. 

Das kulturpolitische Totalversagen, welches dazu führt, dass KünstlerInnen sich im Dauerprekariat für die Gesellschaft kaputt arbeiten müssen, spielt hier offenbar keinerlei Rolle. Auch nicht, dass Kulturschaffende im Dienst an der Gesellschaft arbeiten und nicht auf Kosten dieser. Nicht wenige erhalten durch Einsatz ihrer gesamten Existenzgrundlage die Kultur des Landes. Nicht zuletzt ignoriert sie meine Arbeit und Forschung zu den komplexeren Verhältnissen der Arbeit und Ökonomie komplett.

Die Probleme der modernen Ökonomie und Arbeitswelt, um Ausbeutung, Ausgrenzung und Mobbing ignorierend, entwertet sie folglich alle meine auf konkreten ökonomischen Forschungen und Erlebnissen der letzten 30 Jahre begründeten Entscheidungsprozesse, oder Ausgrenzungserfahrungen als Migrant und Kulturschaffender.

Nachdem ich als Folge staatlicher Verfolgung, Mobbing und massiver Menschenrechtsverletzungen über zwei bis drei Jahre schwer erkranke, während der Corona-Pandemie über 12 Monate als Kulturschaffender ein Arbeitsverbot erhalte, reihenweise Projekte abgesagt werden müssen, die Kita für meinen zweijährigen Sohn über 10 Monate geschlossen ist, fordert mich die Landrätin durch ihre BeamtInnen auf, ein Papier zu unterschreiben, in dem ich anerkenne, selbst an der durch Corona und Krankheit verursachten Verarmung schuld zu sein. 

Die ihr unterstehenden BeamtInnen wiederholen unter Gewaltandrohung jene Lüge, von der Wertlosigkeit derer, die im Markt scheitern, verbunden mit der darauf begründeten Schuldzuweisung, nach der, lassen diese sich nicht bereitwillig weiter entwerten, und in den Niedriglohnsektor zwingen, man das Recht habe diese Menschen zu vernichten.

Die Bundesregierung hasst und verachtet Menschen in Armut, sowie Kulturschaffende offenbar derart, dass selbst die offensichtlichen Realitäten ignoriert werden. Die Verarmten haben in der Überzeugung des Staates selbst Schuld. Etwas anderes wäre undenkbar. Gar, dass der Staat diese arm gemacht hat.

Die unter Gewaltandrohung erzwungene Unterschrift wird im Rahmen der Dreharbeiten zu dem Kinofilm „Transferprotokoll“ und unter Zeugenschaft von Generalstaatsanwalt Andreas Behm und dem Leitenden Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Potsdam Wilfried Lehmann aufgezeichnet. Ebenfalls informiert sind mehrere MinisterInnen.

Beide Staatsanwälte, deren Existenzgrundlage wegen Corona nicht vernichtet wurde, schreiten nicht ein. Sowohl Generalstaatsanwalt Behm als auch Herr Lehmann lassen, trotz mehrfacher Aufforderung diesen Irrsinn zu beenden, zu, dass ich zur Unterschrift genötigt werde, die auf Betrug basiert.

Man erklärt später in Briefen, hier sei kein Fehlverhalten Seitens der Behörde zu erkennen, obwohl das Verhalten der Landrätin eine traditionell rechtsradikale Haltung gegenüber Kulturschaffenden stärkt und eindeutig massive Diskriminierung darstellt.

Einfach gesagt. Eine biedere Provinzbehörde voller Vorurteile gegenüber MigrantInnen und KünstlerInnen, lebt ihre Ressentiments unverhohlen aus, während die Staatsanwaltschaft bei diesem Betrug zusieht, dabei brutales Mobbing zulässt, welches meine Gesundheit beschädigt.