Auf nach Wien!

Die ersten Jahre in Wien sind von sehr viel Kunstproduktion geprägt. Ich schreibe Text um Text, zeichne, entwickle stilistische Fragen. Dazwischen sitze ich über Stunden in Kaffeehäusern.

Es ist das alte Wien, verraucht und modernd. Die Polstermöbel sind seit Sigmund Freud oder Arthur Schnitzler darauf saßen nicht erneuert worden. Das Essen ist gut und billig. 

Ich lebe in der selben Straße wie Hermes Phettberg, kenne seinen Assistenten aus der „Netten Leit Show“ gut, die WirtInnen sind noch die legendären Originale, reichen einem Buchteln und einen Verlängerten, damit der dünne Kulturnachwuchs noch arbeiten kann. 

In Wien ist das Beisammensein von Kultur- und Arbeitergesellschaft harmonisch und entspannt. Man ist unter sich. Doch irgendwann begreife ich, dass ich im „Alten Wien“ sitzend nichts bewirken kann.